WM Kazan

Hallo liebe Leser,

jetzt sind auch schon 4 Wochen seit der Weltmeisterschaft in Kazan (RUS) vergangen. Ich möchte trotzdem einen kleinen Rückblick darauf schreiben.

Die Vorbereitung für die WM verlief eigentlich ganz gut. Ich hatte ein paar kleinere Wettkämpfe im Vorfeld absolviert, jedoch nichts wirklich Langes. Zunächst einmal zwei kurze Wettkämpfe auf Mallorca (ESP; 1,5 Kilometer) beim Bestfest und in Moskau (RUS; 1,8 Kilometer) beim Champions-Cup. Des Weiteren beim „Great North Swim“ in Windermere (GBR; 5 Kilometer).

1395405_10152765656007282_4528395195212790947_n                                6. Platz beim Great North Swim

Das längste Rennen vor der WM waren die Deutschen Freiwassermeisterschaften in Lindau am Bodensee. Dort konnte ich über 10 Kilometer einen ordentlichen 3. Platz belegen. Die Wassertemperatur war etwas frisch, jedoch selbst für mich nicht kalt. Das Rennen war auch recht langsam bis zur letzten Boje. Danach konnte ich die Füssen vom Zweitplatzierten Rob Muffels gut halten und knapp hinter ihm ins Ziel schwimmen. Für mich als „Sprinter“ doch ein zufriedenstellendes Ergebnis.

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Die letzten paar Wochen vor der WM verliefen auch in Ordnung. Nichts spektaluläres, aber doch solides Training.

Das WM Rennen fand in einem Nebenfluss der Wolga genannt Kazanka statt. Die ersten Tage der WM war die Wassertemperatur noch recht frisch, jedoch am Tag der 25 Kilometer mit ca. 22 °C anständig warm, sodass ich mir keine Sorgen machen musste. Der Wettkampf startete pünktlich 8 Uhr und ging, wie sollte es auch anders sein, sehr gemütlich los. Die ersten 12,5 Kilometer war es eine ganz schöne Bummelveranstaltung. Danach fing ein Franzose an langsam das Tempo zu erhöhen, bis wir bei Kilometer 16,5 das Frauenfeld überholt haben. Dabei reisst es beide Felder meisten total auseinander, so wie diesmal auch. Es wird dann auf einmal sehr unübersichtlich und ich wusste nun auch nicht mehr, was Weiblein und was Männlein um mich herum war. Dazu kommt ein ganz schönes Gekloppe, wobei man doch darauf achten sollte, nicht einer Frau den Ellenbogen ins Gesicht zu hauen, denn das gehört sich ja nicht :) Wobei die Frauen im Allgemeinen doch härter schwimmen als die Männer.

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Als das ganze Gehaue dann mal vorüber war, war das Männerfeld auf ca. 13 Schwimmer geschrumpft. Dazwischen waren allerdings auch 5 Frauen, die sich wie Zecken an den Füsen festsaugen und nicht mehr locker lassen. Ich finde es von der FINA nicht in Ordnung bei Rennen gleichzeitig stattfinden zu lassen, da sich jedesmal, wenn die Männer die Frauen überholen sich der ganze Wettkampf verzerrt. Bei der Herren, wie auch bei den Damen. So entsteht kein richtiger Wettstreit, sondern die Frau gewinnt, die am längsten bei den Männern an den Füssen hängt. Sie muss sich also nicht selber vom Pack lösen, das erledigen ja die Männer schon, indem Sie die Frauen mitziehen.

Jedenfalls habe ich dann nach 20 Kilometern eine Verpflegung ziemlich verpatzt, da ich zunächst meinen Verpfleger nicht gefunden habe (mein Fehler, da dieser immer an der selben Stelle stand, aber irgendwie war ich in diesem Moment ziemlich verpeilt). Da ich schon merkte, dass es langsam bergab mit mir ging und ich diese Verpflegung dringend brauchte, bin ich also ca. 5 Meter wieder zurück geschwommen, um mein Getränk zu nehmen. Leider entstand so ein fieses Loch zur Führungsgruppe.

2670256 01.08.2015 Спортсмены на дистанции 25 км на открытой воде среди мужчин на XVI чемпионате мира по водным видам спорта в Казани. Владимир Песня/РИА Новости Start der 25 Kilometer

Also hiess es „ran an die Arbeit“ und das Loch schliessen. Auf dem Weg habe ich dann noch 3 Schwimmer eingesammelt, die vom Pack weggeplatzt und stehen geblieben sind. Ich habe dann noch einen der Überholten gefragt wie groß die Führungsgruppe sei und dieser sagte „10 Leute“. Leider habe auch ich es nicht mehr geschafft die Lücke zu schliessen. Jedenfalls habe ich noch 2 Frauen mit mir gezogen und so, zumindest meiner Meinung nach, meiner Teamkollegin Angela Maurer den Weg zu ihrer Medaille geebnet. Nach 23 Kilometern war dann auch bei mir Schicht im Schacht und ich bin dann hinter den beiden Damen den letzten Kilometer hergeschwommen. Eigentlich bin ich mehr ertrunken als geschwommen.

Im Ziel sah ich dann überraschenderweise, dass ich 9. war mit knapp 6 Minuten Rückstand auf den Sieger und nicht wie gedacht 11.  Alles in allem war das ein gutes WM-Ergebnis für mich.

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Letztes Wochenende ging es dann weiter mit den FINA Grand-Prix in Ohrid (MKD) über 30 Kilometer. Um es kurz zu fassen, am Ende wurde ich enttäuschender 6 nach einem durchaus gutem Rennen. Nur leider habe ich die letzten 700 Meter verbockt.

 

Nächste Woche ist dann der letzte FINA Grand-Prix der Saison in Neapel (ITA). Dann geht es von Capri aus über 36 Kilometer nach Neapel.

Kleines Update der letzten Wochen

Hallo liebe Leser,

es wird mal wieder Zeit ein paar Zeilen zu schreiben.

Ich fange am besten ganz am Anfang des Jahres an. Es ging für zum zum FINA Grand-Prix Auftakt nach Parana (Argentinien).

Es sollte ursprünglich von dem kleinen Dorf Villa Urquiza über 25 Kilometer den Rio Parana herunter nach Parana gehen. Da die direkte Distanz nur ca. 21 Kilometer beträgt, waren noch Umrundungen von 2 Inseln geplant.

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Leider kommt es beim Freiwasserschwimmen nicht immer so, wie es geplant ist. So zog ca. 1 Stunde vor dem eigentlichen Start ein starkes Gewitter mit orkanartigen Windböen heran. Der Start wurde von den Schiedsrichtern auf Grund von Sicherheitsbedenken erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach langen 3 Stunden Warten, wurde entschieden den Kurs etwas zu kürzen, weil es sonst gegen Ende des Wettkampfes bereits dunkel geworden wäre. Letztendlich wurde die Umrundung der großen Insel weggelassen.

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Das Rennen ging sehr zügig los und 2 Italiener und ein Franzose konnten sich sehr rasch sehr weit ansetzen. Ich startete die Aufholjagd zusammen mit einem Mazedonier und konnte die Spitzengruppe nach ca. 1:45 Stunden einholen. Am Ende konnte ich dann doch noch den 3. Platz in einer Zeit von 2:11:49 Stunden belegen.

 

Die nächste Station des FINA Grand-Prix fand am 25.04.2015 in Cozumel (Mexiko) statt. Es ging auf einem kleinen Rundkurs über 12 1,25 Kilometer kurze Runden, sodass sich eine Gesamtdistanz von 15 Kilometern ergibt. Zum Wettkampf gibt es nicht viel zu sagen, ausser dass er sehr schlecht für mich ausging mit einem 14. Platz. Ich war zwar etwas krank die Tage davor, doch habe ich mir schon ein deutlich besseres Ergebnis ausgerechnet. Nun ja, solche Tage gibt es auch.

11109596_609989519136994_107903903078651990_n                                                    Ziemlich viel Geprügel beim Start des 10 Kilometer Rennens

Eine Woche später stand der FINA 10 km Weltcup am selber Ort an, welcher dem DSV (Deutscher Schwimm-Verband) als erste Station der 10 Kilometer WM-Qualifikation diente. Das Starterfeld war riesig mit insgesamt 77 Männern. Das alles auf dem kleinen Rundkurs mit schöner Strömung. Unter dem Strich sprang ein etwas enttäuschender 30. Platz für mich heraus, was allerdings ganz ist, da der Abstand „nur“ 37 Sekunden zum Sieger war.

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Die letzte Woche war ich für einen kleinen Kurztrip beim Bestfest in Colonia Sant Jordi (Mallorca, Spanien). Leider dieses Jahr nur für 3 Tage, aber diese waren trotzdem sehr spannend und spaßig. Ich habe neben einem kleinen Wettkampf (1,5 Kilometer, 6. Platz) auch ein paar Swim-Clinics (Becken und im Freiwasser) für meinen Sponsor FINIS gegeben. Zusätzlich konnte ich ein paar Trainingseinheiten im Bestcenter absolvieren. Ich kann jedem nur raten da mal vorbei zu schauen. Es ist wirklich ein gutes Becken!

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Und zu guter Letzt ging es dann von Mallorca aus nach Moskau (Russland) zum „Champions-Cup“. Das ist eine neue kleine Wettkampf-Serie ähnlich wie die „Great Swims“ in Großbritannien. Es geht dabei über 1 Meile, aber diesmal zusammen mit allen anderen ca. 700 Teilnehmer. Das ähnelt sehr dem Start einer Triathlon Veranstaltung! Das Rennen war dann auch ziemlich fix vorbei und war in der Endabrechnung 3. Nur knapp hinter dem Sieger.

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Jetzt geht es weiter mit Training und einem kurzen Intermezzo in Windermere (England). Der nächste größere Wettkampf sind dann die Deutschen Freiwassermeisterschaften in Lindau. Ich hoffe auf nicht allzu kaltes Wasser wie zuletzt 2009! :)

 

TriSwim – Neuer Sponsor

Hallo liebe Leser,

ich konnte erneut einen neuen Unterstützer für mich gewinnen. Die Firma SBR Sports Europe wird mich in Zufunft mit TriSwim, TriSlide und Foggies ausrüsten.

 

TriSwim-logo

 

Schaut mal auf Ihrer Internetseite vorbei. Vielleicht gibt es ja auch was für Euch.

Bald geht auch meine Wettkampfsaison weiter mit dem FINA Grand-Prix in Mexiko. Dieser wurde allerdings kurzfristig von Cancun auf die Insel Cozumel verlegt. Aber da soll es ja auch schön sein :)

Euer

Studzi

Sommerzeit ist Wettkampfzeit Teil 3/3

So nach nun einigen Monaten habe ich endlich mal die Zeit gefunden meine letzte Saison Revue passieren zu lassen. Nach den Rennen in Kanada ging es zurück nach Hause und dann eine Woche später nach Berlin zu den Europameisterschaften.

Die waren nach 2002 meine zweiten Europameisterschaften in Deutschland. Diesmal zum Glück nicht im kalten Templiner See, sonderna auf der Ruderregatta Strecke in Berlin-Grünau

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Und dieses mal auch nicht über 5 Kilometer, sondern gleich mal das 5-fache davon. Der Wettkampf wurde über 10 2,5 Kilometer-Runden ausgetragen. Alles ging sehr, sehr gemütlich los. Quasi waren die ersten 4 Runden nur die Verlängerung der Nacht davor, also ziemlich verschlafen :)

Aber extat nach Runde 4 machte der spätere Gewinner eine massive Tempoverschärfung, die ausser einem Russen, niemand so richtig folgen konnte. Nach 1,5 Runden so ziemlich am Limit hat dann auch das gesamte Feld „aufgegeben“ und die ersten Beiden ziehen gelassen. Nicht, dass da irgendjemand auch nur eine Chance hatte mitzuschwimmen. Demzufolge wurde es dann in Runde 6 wieder etwas gemütlicher und das gesamte Feld war sich einige eigentlich nur den 3. Platz auszuschwimmen. Es ging weiter mit dem Gebummel bis zur letzten Runde. Ich konnte bis ca. 1,5 Kilometer vor Schluss mithalten, nur dann kam mal wieder das kleine Männchen mit dem großen Hammer und haute schadenfreudig drauf zu. Auf der letzten halbe Runde konnte ich zwar noch 2 Schwimmer überholen, was daran lag, dass diese noch elender gestorben sind als ich :)

Alles in Allem bleibt ein 6. Platz, was ganz ok ist, nur der Abstand zu den ersten Beiden war leider riesig. Aber nun ja, Zeiten sind auch ziemlich egal im Freiwasser (leider nicht so ganz, aber das ist eine andere Geschichte für ein anderes Mal. Das würde hier den Rahmen und den Geduldsfaden einiger Leute sprengen).

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Hier noch ein paar Bilder von der EM. Danke auch an Alibek Käsler für die netten Fotos.

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Nach der EM war die Saison allerdings noch nicht vorbei. Weiter ging es nur eine Woche später in Glasgow, Schottland, beim „Great Scottish Swim“. Dieses Wettkampfformat mag ich sehr gern. Es ist eine riesige Massenveranstaltung mit einem eingebettetem Eliterennen. Es geht über 1 Meile (diesmal 1 Runde im Loch Lomond) im Neoprenanzug. Ich mag das schwimmen im Neo. So wird meine wirklich bescheidene Wasserlage endlich mal ausgeglichen. :)

Eine Neuerung gab es diesmal. Es gab nach 300 udn 500 Metern ein kleines Preisgeld zusätzlich zu gewinnen, was die ganze Veranstaltung ziemlich hektisch am Anfang machte. Die Beckenschwimmer sind auch gleich mal losgeprügelt wie die Wahsinnigen, nur um dann nach ca. 600 Metern sich langsam aber sich nach hinten zu Verabschieden. Ich lag bis ca. zur Hälfte des Rennens irgendwo im Pack. An der Wendeboje hab ich mich dann irgendwie auf den ersten Platz gewurschtelt und habe dann versucht den Wettkampf von da an von vorne zu schwimmen. Das ging auch ganz gut auf, bis ca. 100 Meter vor dem Ziel. Das knallte es auf meinen Füßen und nebenan wollte dann auch noch gleich jemand vorbei. Das klappte zum Glück nur bedingt und ich konnte glücklich mit ein paar Zehnteln Vorsprung gewinnen. Was den Familientrip noch schöner machte ist, dass meine Frau auch auf dem Podium landete, mit einem hervorragenden 3. Platz!!!

So konnte der anstehende Urlaub inklusive Hochzeit auf Maui beginnen :)

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ALOHA und bis demnächst

 

Euer

 

Studzi

Sommerzeit ist Wettkampfzeit Teil 2/3

So nun der zweite Teil meines Sommers.

Nach dem Wettkampf in Henley-on-Thames (GBR) ging es fast direkt zu den Deutschen Freiwassermeisterschaften nach Hamburg. Leider gab es keine 25 Kilometerentscheidung mehr, somit habe ich mit den 10 Kilometern vorlieb nehmen müssen.

Die Bedingungen in Hamburg waren super. Quasi Sommer, Sonne, Sonnenschein. Das Wasser war warm und es gab keine Wellen. Das Rennen ging dann am Sonntag Morgen um 11 Uhr los. Es begann für ein 10 Kilometer Rennen wirklich gemütlich und wurde auch bis auf die letzte halbe Runde nicht wirklich schneller. Leider habe ich beim Anschlag knapp das Podest verpasst (um 0,25 Sekunden) und bin am Ende Fünfter geworden. Eigentlich ganz ok, nur etwas ärgerlich.

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An Entspannung in den nächsten Wochen war auch nicht zu denken, denn die Wettkämpfen folgten Schlag auf Schlag. Das nächste Wochenende, der nächste Wettkampf. Gleich nach Hamburg ging es dann wieder einmal nach Russland. Diesmal nach Wolgograd (RUS), wieder zum „Champions-Cup“. Es war die Dritte und letzte Station der kleinen, neuen Wettkampfserie. Diesmal bin ich allerdings nur für 2 Tage hingeflogen, mit einem Aufenthalt von nicht einmal 12 Stunden in Wolgograd, inklusive dem Wettkampf. Leider war auch die Reise dorthin leicht umständlich, mit langen Umsteigezeiten in Moskau. So kam es, wie es kommen musste und der Wettkampf verlief sehr bescheiden. Ich war bereits nach ca. 200 Metern bedient und fertig mit mir und der Umwelt. Ich bin dann einfach nur noch irgendwelchen Füssen nachgeschwommen und habe am Ende einen enttäuschenden 10. Platz belegt. Nun gut, solche Tage gibt es nunmal. Einfach abhaken und weiter machen, denn es kommen ja noch viele Wettkämpfe in dieser Saison.

Am Wochenende nach Wolgograd habe ich erfolgreich meine B-Lizenz-Leistungssport bestanden! Nun kann ich auch neben der Schwimmerei am Beckenrand stehen und evtl. bald meine eigene Gruppe trainieren.

Aber jetzt ging es für mich erstmal im Wasser weiter und nicht als Trainer draussen. Es folgte der 10 Kilometer Weltcup in Roberval (CAN). Das Rennen ging über 6 Runden á 1,66 Kilometer. Zum Glück war das Feld mit 24 Startern für einen Weltcup recht klein, was die Schlägerei um die Bojen herum schon deutlich minimierte. So richtig ging es dann auch erst in der 6. und letzen Runde los. Ich konnte an mich ganz gut im hinteren Teil des Packs halten und auf der letzten Gerade auf den 6. Platz vorschwimmen. Leider habe ich es im Zielspurt nicht mehr geschafft die beiden Schwimmer vor mir zu überholen und blieb somit auf dem 6. Platz.

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Ein paar Tage später ging es dann zu meinem Lieblingswettkampf nach Magog (CAN). Am Donnerstag vor dem eigentlichen 34 Kilometer-Rennen stand ein „Sprint“ über 2 Kilometer auf dem Programm. Das ist immer eine ganz lustige Angelegenheit. Es ging über 3 wintzige Runden in einem kleinen Nebenfluss mit leichter Strömung. Ich habe bin die gesamte Zeit vorn geschwommen, da ich dies meistens als letzte kleine intensive Trainingseinheit vor dem langen Rennen wahrnehme. Leider kam auf den letzten Metern ein Franzose neben mich und ich wurde im Foto-Finish mit 1 Hunderstel Sekunde Abstand auf den 2. Platz gesetzt.

Der richtige Wettkampf am Samstag über 34 Kilometer (was in Magog heisst, dass EINE riesige Runde im See geschwommen wird), ging auch sehr sehr ruhig los. Eigentlich übertrieben langsam. So langsam habe ich noch kein Rennen erlebt, aber da es eh ein langer Tag werden sollte, wollte auch niemand Führungsarbeit leisten. So kam es dann auch, dass zwischenzeitlich eine Frau mit ca. 300 Metern Abstand zum Pack als Erste rumschwamm. Nach 5 Stunden wurde mir dann doch etwas zu langweilig und ich habe das erste Mal das Tempo etwas verschärft. Danach waren wir noch 6 Schwimmer. Nach der 6. Stunde kam es zu einem kleinen Durcheinander, was zu einer 50 Meter Führung eines Mazedoniers führte. Leider haben sich alle restlichen Schwimmer quasi geweigert diese Lücke zuzuschwimmen. So musste ich die Arbeit leisten. Das Ganze hat dann zum Glück nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch genommen, aber dennoch war ich etwas platt danach.

Als die Gruppe dann wieder zusammen war, geschah nichts bis ca. 1 Kilometer vor dem Ziel. Ich wusste, dass mein Endspurt nicht zu gebrauchen war, also habe ich schon früher das Tempo angezogen. Leider konnte ich keine Distanz zwischen mich und den Rest der Gruppe bringen.500 Meter vor dem Ziel flog der spätere Gewinner förmlich an mir vorbei. Ich konnte dann nur noch die Füße des Drittplatzierten bekommen. Ich habe alles versucht auf den letzten Metern, aber es wurde nur eine Holzmedaille und ein 4. Platz. Ich hatte mir das Rennen leider anders vorgestellt. 4. ist immer etwas enttäuschend.

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2 Wochen später stand dann die Europameisterschaft an. Doch davon schreibe ich dann in meinem 3. Teil.

Euch allen viel Spass in der Sommerpause.

Euer

Studzi

 

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Sommerzeit ist Wettkampfzeit Teil 1/3

Hallo liebe Leser,

nach sehr langer Zeit habe ich nun endlich mal wieder die Muse gefunden etwas zu schreiben.
Mein letzter Blog ist ja jetzt schon einige Monate her. Seitdem ich viel passiert.
Nach den FINA Grand-Prix in Argentien ging es dann von Anfang Februar bis Ende Mai eigentlich nur ums Training. Viel Sport, wenig Anderes.
Ende Mai ging es, wie schon letztes Jahr, nach Mallorca zum „Bestfest“ in Colonia Saint Jordi. Dort habe ich neben 3 kleineren Wettkämpfen (5 km 5. Platz, 7 km 6. Platz und 1,5 km 1. Platz) auch 2 Swim-Clinics für meinen Sponsor FINIS gegeben. Die Erste fand im Bestcenter im Pool statt. Zusammen mit Olympiamedaillengewinner Ross Davenport (GBR) konnte ich einer Reihe sehr interessierter Schwimmer und Schwimmerinnen die FINIS Produktpalette näher bringen und ganz nebenbei auch noch ein paar Technikkorrekturen durchführen.
Die Zweite, und für mich deutlich spannendere Clinic, fand tags darauf am Strand statt. Dort ging es in einem „Freiwasser-Crash-Kurs“ ums Geradeausschwimmen, Packschwimmen, Orientierung und vieles mehr. Ich hoffe es hat allen Teilnehmern viel Spass gemacht und, dass ich ein paar hilfreiche Tipps geben konnte.

Direkt aus Mallorca ging es für mich nach Moskau zu 2 kurzen Einladungrennen im Rahmen des sog. „Champions-Cup“. Die Distanz betrug nur jeweils 1,8 Kilometer in einem Viereckskurs. Am Ende standen ein 4. und ein 3. Platz auf dem Papier. In der Woche zwischen beiden Wettkämpfen konnte ich wirklich gut trainieren. Das Schwimmbad in Moskau war zwar etwas älter, aber anstonsten eine super 50 Meter Bahn, die zu Hause in Wiesbaden nicht immer zur Verfügung steht.
Alles in Allem eine schöne Erfahrung mal Mütterchen Russland kennen zu lernen. Ein Land ganz schöner Gegensätze.

2 Wochen später wurde es dann etwas ernster. Es stand die Europameisterschaftsqualifikation für die 25 Kilometer in Bracciano (ITA) an. Da ja die 25 km aus dem Programm der DM gestrichen worden, wurde die Quali somit mal ausser Landes ausgetragen.
Es galt eine Zeit von 5:15 Stunden zu unterbieten, was eigentlich machbar sein sollte. Beim technical meeting einen Tag vor dem Rennen, haben dann allerdings die Italiener ziemlich an dem Kurs rumgedoktort, da es nur ein Verpflegungspontoon gab und die Runden anfangs zu lang waren. Nach einer ewigen Diskussion wurde dann die Runde so verkleinert, dass es insgesamt 16 Runden zu schwimmen galt, was ca. 1,56 Kilometer pro Runde entspricht. Da habe ich mir schon gedacht, dass der Kurs entweder zu kurz oder zu lang werden wird. Nun gut, kann man ja nicht ändern und so ging es dann am nächsten Tag sehr gemütlich los. Ich schwamm irgendwem die ersten 2 Runden hinterher und liess mir nach jeder Runde meine Zwischenzeit ansagen. Schon nach der ersten Runde war mir klar, dass das heute ein ziemlich langer Tag werden sollte. Die erste Runde lag genau im 5:15 Stunden Schnitt, was bedeutet, dass das Ganze auf jeden Fall zu lang war. Die Zweite war dann zwar einen Tuck schneller, aber immernoch zu langsam. Da ich auf keinen Fall 20 Kilometer den Hasen spielen wollte und mich dann beerdigen wollte, bin ich weiter ruhig im Pack mitgeschwommen, wohlwissend, dass die Zeit weg war.
Leider kam dann nach ca. 12 Runden der kleine Mann mit dem Hammer und haute ein paar Mal kräftig zu, womit ich dann die ersten 3 Schwimmer verlor und ich allein nach 5:29 Stunden als 4. ins Ziel kam. An diesem Tag hat bei mir leider gar nichts gepasst. Das soll sich jetzt hier nicht nach Ausreden anhören, aber alle Kleinigkeit gingen schief, was unterm Strich einfach nur nervig ist. Schwimmbrille ständig voller Wasser und beschlagen, was sich auch nach mehrmaligem Wechsel der Selbigen nicht änderte. Der Anzug drückte, wo es nur ging. Die Blase hatte auch keine Lust sich einfach mal so im Schwimmen entleeren zu lassen. Dazu der zu lange Kurs. Zum Glück waren die restlichen Bedingungen super. Warmes Wasser und keinerlei Wellen.

Die Woche nach Italien ging es dann zur Abwechslung in die Nähe von London, um genau zu sein nach Henley-on-Thames. Dort findet alljährlich ein 2,1 Kilometer kurzes Rennen die Thames hinauf statt. Das Ganze ist eine Woche vor der berühmten Ruderregatta dort. Das Besondere an dem Wettkampf ist die Startzeit. Gestartet wurde nämlich 4:30 Uhr, FRÜHS! Zum Glück durfte man mit einem Neoprenanzug schwimmen. Ich konnte das Rennen ziemlich locker mit ca. einer Minute Vorsprung gewinnen. Was das Wochenende noch schöner machte war, dass auch meine Freundin ihr Rennen dort gewinnen konnte. Quasi ein Familiendoppelsieg :)

Der zweite Teil des bisherigen Sommer kommt dann im nächsten Blogeintrag.

Bis dahin viel Spass beim Schwimmen

Euer Studzi

 

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FINA Grand-Prix Santa Fe – Coronda (ARG)

Hallo liebe Leser,

 

hier nun mal nach einiger Zeit wieder ein Lebenszeichen von mir. Gestern war der erste FINA Grand-Prix des Jahres. Es ging von Santa Fe den Fluss herunter nach Coronda (Argentinien). Dabei galt es eine Strecke von ca. 57 Kilometern zurückzulegen.

Der Wettkampf fing mit einer kleinen Überraschung an. Knapp 15 Minuten vor dem Start hiess es, dass das Rennen ertsmal vertagt worden sei, da ein großes Gewitter im Anmarsch war. Natürlich war jeder von uns schon in Wettkampfmontour. D.h. eingecremt und eingefettet. So mussten wir dann mehr als eine Stunde in einem kleinen Räumchen warten, bis der Veranstalter, nach einigem Hin und Her, sich dazu durchgerungen hatte das Rennen doch zu starten. Dieses Durcheinander vor einem sehr langen Tag ist der Konzentration nicht wirklich zuträglich. Nichtsdestotrotz ging es mit knapp 1:15 Stunden Verspätung los.

Am Anfang gab es viel Getrete und Gehaue, da es erst 10 Minuten gegen die Strömung ging und man dabei nicht wirklich vorwärts kommt. Leider war der Fluss etwas rau und wellig. Aber nun gut, da muss ja zum Glück jeder durch. Bis auf ein bis zwei kleinere sinnlose Antritte von Anderen war bis ca. 5 Stunden nicht viel los. Danach wurde es etwas hektischer und das Pack verkleinerte sich auf ca. 9 Mann. Nach einer weiteren Stunden waren nur noch 5 Mann drin.

Da ich ja nicht so der Sprinter bin, habe ich mich dazu entschlossen nach 7 Stunden mal ein wenig Dampf zu machen. So ging es eigentlich ziemlich flott, dass wir nur noch zu Dritt unterwegs waren. 2 Italiener und ich. Ich machte dann mehr als eine Stunde allein Tempo, da die Beiden nicht wirklich Lust hatten was zu tun. So kam es wie es kommen musste und beide sind dann ca. 10 Minuten vor dem Ende an mir vorbei. Der Eine links, der Andere rechts. Ich konnte nur noch mit großer Mühe die Füsse halten und bin am Ende nach 8:19:16 Stunden 3. geworden.

Eigentlich nicht schlecht, nur das „Wie“ stört mich ein wenig. Nun geht es nächste Woche zum längen FINA Wettkampf über 88 Kilometer von Hernandarias nach Parana.

Ich werde von dort wieder berichten.

Euer

Studzi

 

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