Archiv für den Monat: August 2010

Saison beendet

Durch meine Rippenverletzung habe ich mich nun kurzfristig entschlossen meine Saison zu beenden. Dies fiel mir nicht einfach, da ich Ende August noch einen schönen Wettkampf in Stari-Grad (CRO) über 16 km gehabt hätte, doch ich komme um eine Pause nicht herum. Die Muskelverletzung braucht einfach Zeit um auszuheilen. Ich denke, dass ich 4 Wochen nicht schwimmen werde.

Nun muss ich mit meinem Trainer die neue Saison planen und schauen worauf wir uns nächstes Jahr konzentrieren werden. Zwar steht im Oktober noch der Grand-Prix Abschluss in Dubai (UAE) über 15 km auf dem Programm, doch den werde ich aus dem Training heraus schwimmen und hoffen, dass ich dabei nicht ertrinke 🙂

Ob ich noch 10 km Weltcups schwimmen werde, steht nun leider auch in den Sternen. Ich müsste bei 3 noch ausstehenden WC´s einmal unter die Top 6 kommen, um noch eine Chance für die WM-Qualifikation im Januar 2011 in Santos (BRA) zu haben. Aber durch die Verletzung sieht es düster aus. Es gäbe zwar die Möglichkeit einer „Wildcard“, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass diese für mich nicht in Betracht kommt (aus verschiedenen Gründen).

2. Platz FINA GP Ohrid (MKD) über 30 km

Wider erwarten konnte ich heute doch ein gutes Ergebnis beim FINA Grand-Prix hier in Mazedonien erzielen. Ich belegte letztendlich den 2. Platz.

Das Rennen beginn wirklich sehr verhalten. Ehrlich gesagt habe ich in meinem Leben noch nie so ein Gebummel am Rennanfang mitgemacht. Auf Grund meine Verletzung im Rippenbereich konnte ich jedoch die erste Stunde nur zur linken Seite einatmen, was mir als notorischem „Rechtsatmer“ sehr zu schaffen machte. Ich wollte dann eigentlich nach 1h aussteigen, da die Schmerzen im Rippenbereich doch sehr groß waren. Doch nach einer Stunde ging dann komischerweise auch wieder das Einatmen nach rechts und ich dachte mir: „OK, jetzt schwimmt du noch etwas weiter, solange es halt geht.“ Durch das Gebummel hatte ich die Schmerzen dann doch recht gut im Griff. Nach 3h ist dann der spätere Sieger Petar Stoychev (BUL) davongezogen und hielt bis zum Ende des Rennens einen soliden 100m Vorsprung. Meine Gruppe konnte da nicht rankommen, und ich habe mir selber verboten großartig Tempo zu machen. Was auch dem Abkacken bei der EM zu verschulden ist. Ich wollte nicht schon wieder so schlimm einbrechen am Ende. Die letzten 5km bin ich dann an der Spitze der Verfolgergruppe geschwommen und konnte dann im Endspurt denkbar knapp, mit ca 0,2 Sekunden, den 2. Platz belegen. Das stimmt mich doch sehr glücklich, nach den Schmerzen und dem schlechten Ergebnis der letzten Woche.

Nun werde ich eine Pause machen, um meine Verletzung auszukurieren. Dazu werde ich wohl die nächste Woche bei ziemlich vielen Ärzten sein, um mich mal von Grund auf durchchecken zu lassen.

GP Ohrid (MKD)

Am 14.08. findet hier in Mazedonien der nächste FINA Grand-Prix statt. Diesmal gilt es 30 km im schönen „Ohrid-See“ zu schwimmen. Leider habe ich seit letzten Montag Schmerzen im Rippenbereich. Ich habe es auch schon von meiner Ärtzin checken lassen. Es ist wohl entweder eine Verhärtung oder eine Zerrung der Rippenmuskulatur. Das ist beim Schwimmen ziemlich schmerzhaft. Ich konnte so die letzten 2 Tage kaum schwimmen, nur sehr wenig und auch nur sehr locker. Ich hoffe, dass das bis Samstag ausgeheilt ist, damit ich hier in Ohrid ein gutes Rennen liefern kann. Es wäre schade den ganzen Weg hierher gemacht zu haben und dann nicht starten zu können. Vorallem nach der verpatzen EM würde ich doch gern sehen, dass es besser geht.

Leider bin ich zum Abwarten verdammt. Drückt mir die Daumen, dass ich am Wochenende schwimmen kann.

Europameisterschaft in Budapest (HUN)

So, ein paar Tage nach dem enttäuschenden 14. Platz nun endlich ein kurzer Überblick über das Rennen.

Die EM fand vom 04.08.-08.08. am Balaton statt. Ich war letzten Samstag mit 25 km am Start. Das Rennen ging eigentlich ganz gemütlich los. Die ersten 15km pasierte nicht viel. Der einzige Unterschied zu den Grand-Prix Rennen dieses Jahr war, dass das Pack doch etwas größer war. Es waren ca. 19 Männer unterwegs. Rangeleien gab es so gut wie keine, es wurde wirklich fair geschwommen. Nach 15 km ist dann Joannes Hedel (FRA) dann mal losmarschiert, und natürlich die ganze Meute hinterher. Leider habe ich in diesem Moment schon gemerkt, dass das heute kein guter Tag für mich wird. Es fiel mir doch ziemlich schwer mitzukommen. Mir wurde klar, dass bei einem eventuellen Endspurt ich kaum eine Chance haben werden würde. Nur dazu sollte es bei Weitem nicht kommen. Nach 20 km kam aufeinmal der „Mann mit dem großen Hammer“. Ich war von einem auf den anderen Meter einfach leer. Ich musste das ganze Pack ziehen lassen und kassierte sage und schreibe über 11 min auf nur 5 km. Das ist eine sehr bittere Erfahrung gewesen. Ich weiss momentan noch nicht woran es lag. Das Training verlief nicht optimal, aber so mies wie es das Ergebnis war, war es dann doch nicht.

Nächsten Samstag stehen nun 30 km in Ohrid (MKD) auf dem Programm. Nach diesem Rennen werde ich mehr wissen, ob die EM nur ein schlechter Tag war, oder es doch an etwas Anderem lag.