Archiv für den Monat: Dezember 2010

Rei do Mar 2010

Heute stand nun das Rennen an. Es ging über 10 Runden á ca. 700 m. Nach jeder Runde gab es eine kleine „Laufeinlage“ von ca. 80-100 m.

Der Start war entgegen meiner Erwartung recht zügig. Codie Grimsey (AUS) hat ganz schön Gas gegeben die ertsen 2 Runden. Ich lag da schon ca. 30 m hinter dem Feld, da ich jedesmal beim Laufen deutlich an Meter verloren habe. Ich dachte mein Rennen wäre schon vorbei, da ich doch sehr kaputt war nach jedem Lauf. Danach konnte ich jedoch langsam wieder aufschliessen. Am Ende der 3. Runde verfing ich mich dann auch noch einmal ziemlich unglücklich in einer Boje, was mich nochmal ca. 5-10 m kostete. In der 4. Runde hat dann Chad Ho (RSA) ziemlich auf die Tube gedrückt, aber zum Glück nur beim Laufen. So in der 5. Runde ging dann alles recht easy für mich. Ich fing an mich langsam nach vorne zu arbeiten und ich habe darauf geachtet beim laufen nicht allzu viel zu verlieren, aber mich dennoch nicht zu sehr zu belasten. In der 7. Runde bin ich dann das erste Mal vorn gewesen. Dort blieb ich dann auch fast die ganze Zeit, bis zum vorletzen Laufen. Plötzlich schoss ein Brasilianer an mir vorbei wie eine Rakete, jedoc war er schon an der nächsten Boje wieder hinter mir. 🙂

Die letze Runde bin ich dann recht gut durchs Laufen gekommen. Ich bin zeitgleich mit Codie und Chad ins Wasser rein und hab mich dann an die Spitze gesetzt. Ich dachte mir, da ich wirklich ein mieser Läufer bin, muss ich beim Schwimmen alles geben und hoffen, dass es beim Rauslaufen dann gut geht. Ich blieb die gesamte Runde vorn. Als ich dann aufstehen wollte um loszulaufen taumelte ich zwar etwas, aber ich kam dennoch als 1. ins Ziel.

Unten könnt ihr euch das Video vom Zieleinlauf ansehen. Es wurde von Steven Munatones aufegenommen. Danke Steve, dass ich das Video online stellen darf!

Sprintrennen in Rio

Gestern gab es hier ein kleines, ca. 600-700 m langes bzw. doch eher kurzes Rennen.

Es ging vom Strand aus ins Wasser, also wieder mal laufen. 🙂 Nach meinem doch recht verpatzten Start, so wie immer, sah ich nur noch Arme und Beine um mich herum. nach der ersten Boje bin ich dann langsam vor geschwommen. Kurz vor der 2. Boje gabs dann auch ein kleines Geschenk vom Schwimmer neben mir aufs Auge. Tat zum Glück nicht weh, es kam nur jede Menge Salzwassser in die Brille. Um die 2. Boje bin ich dann auch mehr getaucht als geschwommen, aber danach lag ich an 2. Position. Rum um Boje Nummer 3 und dann auf nach 4. Natrürlich bin ich in der letzten Boje mit meinen Armen kurz hängen geblieben, was nicht weiter schlimm war, denn mein Freund hinter mir kam ja nun auch nicht um die Boje rum, da ich ja den ganzen Weg versperrt habe. Dann ab zum Ziel. Als ich aufstand, um raus zu laufen war ich noch auf Position 3, aber nach dem laufen war ich dann 4. Die letzten Meter bin ich dann auch nur noch ausgetrudelt, da hinter mir keiner kam. Zumindest besser als letztes Jahr. Mal schauen was der Sonntag dann hier bringt.

Es werden 10 Runden á ca. 700 m geschwommen und nach jeder Runde ein kurzes Läufchen á 80 m, was mir so richtig zusagt 🙂

Reisebericht Rio de Janeiro

Ich wollte heute mal einen kleinen Bericht über meine Reise nach Rio de Janeiro (BRA) schreiben.

Alles ging los am Dienstag Abend gegen 18 Uhr. Ich wurde von meiner lieben Frau zum Flughafen gefahren. Nach einem tränenreichen Abschied ging ich in den Flieger mit ca. 20 min. Verspätung. Danach saß ich eine geschlagene Stunde im Flugzeug rum bevor es abhob. In der Luft wurde dann durchgesagt, dass ich meinen Anschlussflug nach Rio de Janeiro nicht bekommen werde. Jedoch kurz vor der Landung machte mir der Kapitän noch einmal Hoffnung, denn nach dem Aussteigen sollten alle Passagiere, die nach Rio fliegen, vor dem Flugzeug warten. Das Bodenpersonal sammelte Alle ein. Nach 10 min. sagte man uns dann aber, dass der Flug nach Rio doch nicht warten würde, und so musste ich zum „Transfer Desk“. Dort angekommen und nach weiteren 50 min. wurde ich in ein Hotel verfrachtet, wo ich die Nacht verbringen sollte. Allein in der Stadt der Liebe ohne meine Frau, das hat mir nicht gefallen…

Am nächsten Tag dann ein rasches Frühstück und ab zum Flughafen. Dort angekommen stellte ich erfreulicherweise fest, dass mein Flieger pünktlich 10:30 Uhr gehen sollte. Als ich jedoch im Flugzeug saß, merkte ich schnell, dass das mit dem „pünktlich“ wohl nichts werden würde. Erst standen wir 40 min. rum, dann bewegte sich der Flieger, aber nur um gleich zurück zur Parkposition zu fahren, da irgendein technischer Defekt vorlag. Kurze Zeit später gings dann endlich los. Nunja, fast. Es ging erst noch zum enteisen der Tragflächen. Schöne Sache 🙂 Dann mit fast 1:30 h Verspätung ging es dann los. Der Flug war zum Glück ruhig. In Rio angekommen ging es zur Passkontrolle. Komischerweise gibt es in jedem anderen Land eine Reihe für Einheimische und eine für den ganzen Rest. Dazu gab es 5 Schalter, die die Pässe der Brasilianer kontrollierten und sage und schreibe 2 für den Rest, wobei meine Schlange natürlich mindestens 4 mal so lang war. Nach endlosen 45 min. ging es dann zum Gepäckband. Ich dachte nach der langen Warterei an der Passkontrolle müsste meine Tasche schon längst da sein. Pustekuchen. Erneut 20 min. warten. Dann raus. Denkste. Erneute Gepäckkontrolle. Und diesmal war die Schlage locker 100 Meter lang, und dabei übertreibe ich nicht. Darauf hatte ich keine Lust, also habe ich mich rotzfrech vorgedrängelt. 🙂 Dann noch eine kurze Busfahrt und ich war endlich am Hotel. Nach der langen Reise musste ich dann erfreut feststellen, dass die Klimaanlage in meinem Zimmer nicht funktioniert und die Leute an der Rezeption meinten, dass sie das erst morgen reparieren können. Also hatte ich eine sehr angenehme Nacht bei gefühlten 35°C in meinem Zimmer.

So schön kann Reisen sein. 🙂

Änderung der Wettkampfplanung

Die FINA hat gestern die Daten für den 10 km Marathon Weltcup geändert. Demnach soll das erste Rennen der neuen Saison erst am 17.04.2011 in Santos (BRA) stattfinden, damit der FINA mehr Zeit bleibt neue Regeln zu implementieren. Da nun aber der 10 km Marathon Weltcup in Viedma (ARG) vom Datum her nicht verschoben werden kann, haben die Organisatoren den Wettkampf einfach verlängert und somit ist dieser nun Teil der FINA Grand-Prix Serie, wie schon 2009, also ich dort das erste Mal geschwommen bin. Der Kurs soll auf 12 oder 15 km verlängert werden. Da in Viedma nur Runden geschwommen werden, und nicht wie bei den meisten anderen Grand-Prix Rennen von „A nach B“, ist es kein Problem die Strecke zu verlängern. So werden wir einfach ein bis zwei Runden mehr schwimmen.

Der Grand-Prix Capri-Neapel (ITA) wurde auch 2 Wochen nach hinten verlegt. Dieser soll nun am 19.06.2011 stattfinden. Ob ich daran teilnehmen werde, ist doch recht unwahrscheinlich, da eine Woche später die DM Freiwasser in Rostock ist. Aber mal abwarten. Vielleicht ändert sich ja noch etwas.

Vom 20.12.-22.12.2010 werde ich mit meiner Trainingsgruppe nach Berlin fahren, um dort im „Kanal“ zu schwimmen. Das wird bestimmt gar nicht langweilig 🙂

Gestern habe ich auch endlich meine Flugdaten für den Einladungswettkampf in Rio de Janeiro (BRA) bekommen. Ich muss leider wieder mit Air France fliefen. Letztes Jahr war der Rückflug ein ziemlicher Horrorflug. 5 Monate für meinem damaligen Flug ist eine Maschine der Air France kurz nach dem Start aus Rio, auf dem Weg nach Paris, über dem Meer abgestürzt. Und in etwa genau an dieser stelle gab es letztes Jahr auch „schöne“ Turbulenzen. Das ist ja nichts für meine Nerven, vor allem bei meiner Flugangst. Aber vielleicht wird es ja diesmal ein ruhiger Flug.

Hier noch die Website zum Wettkampf in Rio:

Rei e Rhaina do Mar 2010