Archiv für den Monat: Juli 2012

Lake Tahoe Staffel

Hallo liebe Leser,

 

für mich ging es letzte Woche nach San Francisco und von da aus weiter zum Lake Tahoe. Der befindet sich an der Granze zwischen Kalifornien und Nevada.

Auf dem Programm stand wieder eine schöne Staffel mit meinen Freunden aus Australien. Es war fast die gleiche Staffel wie letztes Jahr in Maui.

Der Wettkampf gin über knapp 16 Kilometer quer über den Lake Tahoe. Die Staffel bestand aus 6 Personen, die jeweils 30 Minuten schwimmen mussten. Falls die Strecke bis zum letzten Schwimmer nicht bewältigt worden sein sollte, muss jeder nochmal für 15 Minuten ins Wasser.

Was den Wettkampf so einzigartig macht ist, neben der wunderschönen Natur, das der See auf 2100 Metern Höhe liegt und selten wärmer als 16°C wird.

Wir sind am Tag vor dem Rennen das erste Mal in den See gesprungen. Was ich in diesem Moment gedacht habe, kann ich hier nicht schreiben. Es war auf jeden Fall sehr, sehr kalt. Im nachhinein habe ich mir sagen lassen, dass es an diesem Tag knappe 14°C waren. Bitterkalt. Und der Wettkampf fand natürlich ohne Neoprenazug statt. Wir durften nur Jammer tragen (also die kurzen Hosen, die auch die Beckenschwimmer tragen).

Am Wettkampftag ging es dann per Boot zum Start. Ich schwamm an 4. Position und hatte doch ein wenig Angst vor der Wassertemperatur. Doch wir hatten Glück an diesem Tag. Irgendwie hat sich der See doch auf „angenehme“ 17°C erwärmt, so dass das Schwimmen kein wirkliches Problem war. Nach 3:13 Stunden und gute 7 Minuten unter dem Streckenrekord konnte meine Staffel das Rennen recht locker gewinnen.

Nun bin ich momentan in Kanada, um am Donnerstag den 10 km Weltcup und am Samstag den nächsten langen Grand-Prix über 32 km zu schwimmen. Leider ist auch hier der See ziemlich kalt, so dass das lange Rennen sehr hart werden dürfte. Zum allen Überfluss ist die erste Stunde auch noch deutlich kälter als der Rest der Strecke, denn es wird in einem Zufluss zum See gestartet.

Nun gut, ich werde berichten wie ich mich geschlagen habe.

 

Euer

 

Studzi

 

Deutsche Meisterschaften

Hallo liebe Leser,

 

letztes Wochenende fanden die Deutschen Freiwassermeisterschaften in Großkrotzenburg statt. Ich hatte eigentlich geplant über 10 und 25 Kilometer zu starten, habe mich aber kurzfristig entschieden die 10 Kilometer abzumelden.

Gestern standen nun die längste bei Deutschen Meisterschaften zu schwimmende Strecke auf dem Programm. Es ging über 20 Runden á 1,25 Kilometer durch einen kleinen See in Großkrotzenburg. Das Wasser war zum Glück schön warm und bis auf ein wenig Regen war der Tag auch ganz in Ordnung.

Ich bin vom Start an vorn geschwommen, da ich um die Qualifikation zur Europameisterschaften unter 5:20 Stunden bleiben musste. Die ersten 5 Runden hab ich dann auch 3-4 Leute mitgeschleppt, was mir dann aber zu viel wurde und so habe ich in der 6. Runde ein schönes Loch gerissen und war von da an allein unterwegs. Hinter mir waren dann ein Israeli und mein Vereinskollege Sergej Bauer. Die beiden haben gut zusammen gearbeiten und sich alle halbe Runde mit der Führungsarbeit abgewechselt. So kam es, dass ich zwischenzeitlich nur ca. 400 Meter Vorsprung hatte. Leider bin ich das Ganze zu flott angegangen und das hat mich dann ab Runde 12 auch mein Körper spüren lassen. Die Zwischenzeiten wurde sehr, sehr langsam und ab Runde 16 war dann der Ofen total aus. Ich bin nur noch durch den See getrieben. Zum Glück konnte ich nach 5:15:55 Stunden noch mit knapp 3 Minuten Vorsprung gewinnen. Normalerweise würde ich auch so ein Rennen ruhiger und langsamer angehen, aber die Zeitvorgabe macht das leider nicht möglich und so kann ich mich nicht auf Andere verlassen.

Am Ende bleibt zu sagen, dass ich unter der Qualifikationszeit für die EM geblieben bin und dass ich ziemlich tot nach dem Rennen war. So war das zwar alles nicht geplant, aber unterm Strich war es in Ordnung. Mein Vereinskollege Sergej hat die Qualifikationszeit nur um 23 Sekunden verpasst. Jetzt hoffe ich, dass er evtl. Trotzdem mitgenommen wird, was aber nicht sehr wahrscheinlich ist.

 

Jetzt geht es wieder zurück ins Training, damit ich für die nächsten Grand-Prix-Wettkämpfe in Kanada noch etwas in Form komme.

 

Hier noch ein Video von der Verpflegung:

 

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Euer

 

Studzi