Archiv für den Monat: Juni 2013

British Gas Great North Swim 2013

Hallo liebe Leser,

 

jetzt geht es bei mir Schlag auf Schlag. Nach den langen Trainingswochen der letzten Monate kommen nun endlich eine Reihe Wettkämpfe.

Letztes Wochenende ging es wiedermal nach Windermere in Großbritannien. Dort war ich Teil des „British Gas Great North Swim“ im wunderschönen Lake Windermere über 1 Meile. Dies ist der größte See in ganz England. Was das Ganze noch besser machte war mein Hotelzimmer mit direktem Blick auf den See. Es war einfach herrlich dort.

Nun aber zum Wichtigen, dem Wettkampf. Es sollte eigentlich am Samstag gegen 12:30 Uhr gestartet werden, jedoch wurde uns am Vorabend kurzer Hand mitgeteilt, dass wir um 8:30 Uhr morgens schwimmen sollten, da wohl das Wetter besser für die TV-Übertragung wäre.

Anders als bei den meisten Freiwasserwettkämpfen wurde dieser, ich denke Live, im britischen Fernsehen übertragen. Es gibt immer tolle Aufnahmen aus einem Helikopter und von den Begleitbooten.

Nun gut, Start war also 8:30 Uhr morgens was kein Problem war, denn normalerweise stehe ich 5:10 Uhr jeden Tag zum Frühtraining auf. Quasi konnte ich sogar „ausschlafen“.

Gestartet wurde von einer Plattform per Kopfsprung. Nach dem Startsignal habe ich erstmal kurz gewartet und bin dann als Vorletzter ins Wasser gesprungen (Bild unten) und konnte mich gleich schön gemütlich an die Füsse meines Vordermannes hängen.

Das Rennen war geprägt durch einige Schläge und Tritte. Das gehört leider dazu. Was mich aber sehr störte war, dass einige Briten meinten auf meinem Becken schwimmen zu müssen. Nach mehrmaligem Anschreien und leichtem „Austreten“ meinerseits hat sich die Lage dann aber beruhigt. Das Tempo war bis 1.000 Meter relativ langsam, was mir aber ganz recht war. Auf den letzten 600 Metern wurde es dann hektisch. Ich lag zwar bis ca. 100 Meter vor dem Ziel auf dem Dritten Platz, wurde dann aber noch von 2 Schwimmern überholt, was letztendlich den etwas enttäuschenden 5. Platz bedeutete.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der Wettkampf ganz ok war, leider aber auch kein Highlight aus sportlicher Sicht.

Nächste Woche geht es dann nach Duisburg zu den Deutschen Freiwassermeisterschaften. Nach den letzten sehr sommerlichen Tagen ist die Ruderregatta-Strecke dort mittlerweile recht warm, jedoch wird es leider ab Freitag wieder kühler, was für meine 25 Kilometer am Freitag nichts Gutes ahnen lässt.

 

Studzi

 

 

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Bestfest Mallorca

Hallo liebe Leser,

 

ich war letzte Woche auf Mallorca (ESP) beim „Bestfest Mallorca“. Dies war eine schöne Abwechselung im Trainingsalltag. Es war für mich geplant, dass ich jeden Tag einen kleinen Wettkampf plus Abends eine ordentliche Trainingseinheit absolviere. Leider kam es ganz anders.

 

Letzten Sonntag, den 26.05.2013, fing die Wettkampfwoche mit einem kleinen 5 km Rennen an. Dies waren zeitgleich die balearischen 5 km Meisterschaften, sodass ca. 100 Schwimmer gleichzeitig starteten. Gestartet wurde, wie von mir gehasst, am Strand und das Ziel war ebenfalls am Strand. Was also bedeutete, dass ich mal wieder „rennen“ musste. Dies ist ja so gar nicht mein Ding. Jetzt aber erstmal zum Wettkampf. Die Temperaturen (und auch Wassertemperaturen) auf Mallorca waren die letzten Wochen sehr schlecht, wie auch in Deutschland. Am Sonntag waren es noch gerade so für mich akzeptable 19°C Wassertemperatur. Aber es bliess ein ziemlich starker Ostwind, was das Meer ziemlich wellig machte. Das Rennen an sich war ganz ok, nur dass ich beim rauslaufen am Ende gegen Sebastian Karas (POL) knapp verloren habe. Nun gut, ist halt nicht mein Ding…

Am Tag danach ging es über 4 km einmal um die schöne Stadt Colonia Sant Jordi. Dies war mehr ein Spassschwimmen als ein Wettkampf, nur dass die Wassertemperatur auf frische 17°C gefallen war. Am Abend gab es dann für mich noch eine kleine 8 km Trainingseinheit.

 

Der Dienstag wurde dann etwas spannender. Morgens fand als Wettkampf ein 7 km Rennen statt, bzw. sollte stattfinden. Der Kurs wurde wegen der zu dieser Zeit recht heftigen Wellen geändert. Es wurden nun 3 Runden geschwommen (anstatt einer großen Runde), wobei das Wasser, wie zu erwarten war, noch kälter war als die Tage davor.

Der Start war ganz gemächlich und die erste Runde haben wir eigentlich nichts gemachts ausser gebadet, wobei mir durch das langsame Schwimmen ziemlich kalt wurde. Am Ende der Runde gab es eine kleinere Steininsel (eher ein Fels mitten in der Bucht), den wir links umschwimmen sollten. Leider habe ich den Felsen erst grobe 5 Meter vorher bemerkt, da ich am träumen war 🙂 Also habe ich einen kleinen Schlenker um diese Insel gemacht und danach gab es dann eine ca. 30 cm lange, stachelige Überraschung. Kurz nach dieser Insel kam mir eine Seegurke (ich denke es war eine, es sah aus wie eine 30 cm lange braune Wurst voller Stacheln) direkt ins Gesicht entgegen. Diese prallte dann noch gegen meine rechte Schulter und Arm. Der Schmerz, der dann augenblicklich kam war kaum auszuhalten. Mein Gesicht brannte, als ob jemand es anzünden wollte. Nach einem schönen Schrei im Wasser bin ich dann erst einmal weiter geschwommen. Zum Glück wurde das Rennen ca. 100 Meter später abgebrochen, da es dem Veranstalter zu gefährlich war alle Schwimmer bei diesem Wellengang im Wasser zu lassen. Es waren auch viele Hobbysportler dabei und somit war diese Entscheidung richtig.

Zum Glück für mich konnte ich nun somit direkt zu einem Notarzt und der hat mich dann mit reichlich Kortison behandelt. Mein Gesicht ist dann im nachhinein auch sehr angeschwollen und tat stundenlang höllisch weh. An Schwimmen war somit die nächsten Tage nicht zu denken. Ich habe zwar versucht am nächsten Tag ein paar Meter im Schwimmbad zu absolvieren, musste dies aber auf Grund der Schmerzen dann doch sein lassen.

Ich hoffe es bleiben keinerlei Narben im Gesicht zurück, denn momentan sieht das Ganze noch ziemlich schlimm aus. Teils angeschwollen, teils rot/schwarz… Weiter will ich hier jetzt nicht unbedingt ins Detail gehen.

Am Freitag konnte ich zum Glück bei letzten kurzen 1500 Meter Wettkampf trotzdem mitmachen, obwohl mein Geischt noch weh tat. Aber durch das kalte Wasser war es recht fix taub und es war einigermaßen auszuhalten. Wie auch bei den 5 km bin ich am Ende Zweiter hinter Sebastian geworden, wobei er wieder schneller war im Laufen.

Jetzt hoffe ich, dass die Narben und die Schwellungen wieder verschwinden, aber das kläre ich die nächsten Tage bei einem Arzt ab.

 

Zusätzlich zu den Wettkämpfen habe ich noch 2 „Swim-Clinics“ für meinen Sponsor FINIS gegeben. Eine Open-Water-Clinic, welche sehr gut besucht war und den Teilnehmern sehr viel Spass bereitet hat. Dazu noch eine Übungsstunde im Schwimmbecken, bei der wir den Teilnehmern das FINIS Equipment näher gebracht haben. Alle waren von den neuen Agility Paddles beeindruckt. Vielleicht wäre das für euch eine Überlegung wert. Diese helfen Euch, dank dem innovativen bänderlosen Design, eure Zuglänge zu verbessern.

Hier könnt ihr euch ein Bild von den Agility Paddles machen:

 

http://www.finiseurope.com/Equipment_Europe/Paddles-and-Buoys_2/Agility-Paddles

 

Und ihr könnt 25% Rabatt mit dem Code „finis1studzi“ bekommen.

 

Jetzt geht es für mich auf die Zielgerade zur DM in Duisburg. Ich hoffe allerdings, dass es bis dahin noch etwas wärmer wird, denn 5 Stunden bei 18°C sind für mich kaum zu überleben, geschweige denn wenn es noch kälter sein sollte…

 

 

Euer

 

Studzi

 

 

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