Archiv für den Monat: Januar 2015

Sommerzeit ist Wettkampfzeit Teil 3/3

So nach nun einigen Monaten habe ich endlich mal die Zeit gefunden meine letzte Saison Revue passieren zu lassen. Nach den Rennen in Kanada ging es zurück nach Hause und dann eine Woche später nach Berlin zu den Europameisterschaften.

Die waren nach 2002 meine zweiten Europameisterschaften in Deutschland. Diesmal zum Glück nicht im kalten Templiner See, sonderna auf der Ruderregatta Strecke in Berlin-Grünau

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Und dieses mal auch nicht über 5 Kilometer, sondern gleich mal das 5-fache davon. Der Wettkampf wurde über 10 2,5 Kilometer-Runden ausgetragen. Alles ging sehr, sehr gemütlich los. Quasi waren die ersten 4 Runden nur die Verlängerung der Nacht davor, also ziemlich verschlafen 🙂

Aber extat nach Runde 4 machte der spätere Gewinner eine massive Tempoverschärfung, die ausser einem Russen, niemand so richtig folgen konnte. Nach 1,5 Runden so ziemlich am Limit hat dann auch das gesamte Feld „aufgegeben“ und die ersten Beiden ziehen gelassen. Nicht, dass da irgendjemand auch nur eine Chance hatte mitzuschwimmen. Demzufolge wurde es dann in Runde 6 wieder etwas gemütlicher und das gesamte Feld war sich einige eigentlich nur den 3. Platz auszuschwimmen. Es ging weiter mit dem Gebummel bis zur letzten Runde. Ich konnte bis ca. 1,5 Kilometer vor Schluss mithalten, nur dann kam mal wieder das kleine Männchen mit dem großen Hammer und haute schadenfreudig drauf zu. Auf der letzten halbe Runde konnte ich zwar noch 2 Schwimmer überholen, was daran lag, dass diese noch elender gestorben sind als ich 🙂

Alles in Allem bleibt ein 6. Platz, was ganz ok ist, nur der Abstand zu den ersten Beiden war leider riesig. Aber nun ja, Zeiten sind auch ziemlich egal im Freiwasser (leider nicht so ganz, aber das ist eine andere Geschichte für ein anderes Mal. Das würde hier den Rahmen und den Geduldsfaden einiger Leute sprengen).

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Hier noch ein paar Bilder von der EM. Danke auch an Alibek Käsler für die netten Fotos.

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Nach der EM war die Saison allerdings noch nicht vorbei. Weiter ging es nur eine Woche später in Glasgow, Schottland, beim „Great Scottish Swim“. Dieses Wettkampfformat mag ich sehr gern. Es ist eine riesige Massenveranstaltung mit einem eingebettetem Eliterennen. Es geht über 1 Meile (diesmal 1 Runde im Loch Lomond) im Neoprenanzug. Ich mag das schwimmen im Neo. So wird meine wirklich bescheidene Wasserlage endlich mal ausgeglichen. 🙂

Eine Neuerung gab es diesmal. Es gab nach 300 udn 500 Metern ein kleines Preisgeld zusätzlich zu gewinnen, was die ganze Veranstaltung ziemlich hektisch am Anfang machte. Die Beckenschwimmer sind auch gleich mal losgeprügelt wie die Wahsinnigen, nur um dann nach ca. 600 Metern sich langsam aber sich nach hinten zu Verabschieden. Ich lag bis ca. zur Hälfte des Rennens irgendwo im Pack. An der Wendeboje hab ich mich dann irgendwie auf den ersten Platz gewurschtelt und habe dann versucht den Wettkampf von da an von vorne zu schwimmen. Das ging auch ganz gut auf, bis ca. 100 Meter vor dem Ziel. Das knallte es auf meinen Füßen und nebenan wollte dann auch noch gleich jemand vorbei. Das klappte zum Glück nur bedingt und ich konnte glücklich mit ein paar Zehnteln Vorsprung gewinnen. Was den Familientrip noch schöner machte ist, dass meine Frau auch auf dem Podium landete, mit einem hervorragenden 3. Platz!!!

So konnte der anstehende Urlaub inklusive Hochzeit auf Maui beginnen 🙂

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ALOHA und bis demnächst

 

Euer

 

Studzi