Sommerzeit ist Wettkampfzeit Teil 2/3

So nun der zweite Teil meines Sommers.

Nach dem Wettkampf in Henley-on-Thames (GBR) ging es fast direkt zu den Deutschen Freiwassermeisterschaften nach Hamburg. Leider gab es keine 25 Kilometerentscheidung mehr, somit habe ich mit den 10 Kilometern vorlieb nehmen müssen.

Die Bedingungen in Hamburg waren super. Quasi Sommer, Sonne, Sonnenschein. Das Wasser war warm und es gab keine Wellen. Das Rennen ging dann am Sonntag Morgen um 11 Uhr los. Es begann für ein 10 Kilometer Rennen wirklich gemütlich und wurde auch bis auf die letzte halbe Runde nicht wirklich schneller. Leider habe ich beim Anschlag knapp das Podest verpasst (um 0,25 Sekunden) und bin am Ende Fünfter geworden. Eigentlich ganz ok, nur etwas ärgerlich.

10421538_784878448200910_6634701827351026693_n                                                                                                                                 Zielanschlag DM Hamburg 10 Kilometer (Foto: www.swim.de)

 

An Entspannung in den nächsten Wochen war auch nicht zu denken, denn die Wettkämpfen folgten Schlag auf Schlag. Das nächste Wochenende, der nächste Wettkampf. Gleich nach Hamburg ging es dann wieder einmal nach Russland. Diesmal nach Wolgograd (RUS), wieder zum „Champions-Cup“. Es war die Dritte und letzte Station der kleinen, neuen Wettkampfserie. Diesmal bin ich allerdings nur für 2 Tage hingeflogen, mit einem Aufenthalt von nicht einmal 12 Stunden in Wolgograd, inklusive dem Wettkampf. Leider war auch die Reise dorthin leicht umständlich, mit langen Umsteigezeiten in Moskau. So kam es, wie es kommen musste und der Wettkampf verlief sehr bescheiden. Ich war bereits nach ca. 200 Metern bedient und fertig mit mir und der Umwelt. Ich bin dann einfach nur noch irgendwelchen Füssen nachgeschwommen und habe am Ende einen enttäuschenden 10. Platz belegt. Nun gut, solche Tage gibt es nunmal. Einfach abhaken und weiter machen, denn es kommen ja noch viele Wettkämpfe in dieser Saison.

Am Wochenende nach Wolgograd habe ich erfolgreich meine B-Lizenz-Leistungssport bestanden! Nun kann ich auch neben der Schwimmerei am Beckenrand stehen und evtl. bald meine eigene Gruppe trainieren.

Aber jetzt ging es für mich erstmal im Wasser weiter und nicht als Trainer draussen. Es folgte der 10 Kilometer Weltcup in Roberval (CAN). Das Rennen ging über 6 Runden á 1,66 Kilometer. Zum Glück war das Feld mit 24 Startern für einen Weltcup recht klein, was die Schlägerei um die Bojen herum schon deutlich minimierte. So richtig ging es dann auch erst in der 6. und letzen Runde los. Ich konnte an mich ganz gut im hinteren Teil des Packs halten und auf der letzten Gerade auf den 6. Platz vorschwimmen. Leider habe ich es im Zielspurt nicht mehr geschafft die beiden Schwimmer vor mir zu überholen und blieb somit auf dem 6. Platz.

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Ein paar Tage später ging es dann zu meinem Lieblingswettkampf nach Magog (CAN). Am Donnerstag vor dem eigentlichen 34 Kilometer-Rennen stand ein „Sprint“ über 2 Kilometer auf dem Programm. Das ist immer eine ganz lustige Angelegenheit. Es ging über 3 wintzige Runden in einem kleinen Nebenfluss mit leichter Strömung. Ich habe bin die gesamte Zeit vorn geschwommen, da ich dies meistens als letzte kleine intensive Trainingseinheit vor dem langen Rennen wahrnehme. Leider kam auf den letzten Metern ein Franzose neben mich und ich wurde im Foto-Finish mit 1 Hunderstel Sekunde Abstand auf den 2. Platz gesetzt.

Der richtige Wettkampf am Samstag über 34 Kilometer (was in Magog heisst, dass EINE riesige Runde im See geschwommen wird), ging auch sehr sehr ruhig los. Eigentlich übertrieben langsam. So langsam habe ich noch kein Rennen erlebt, aber da es eh ein langer Tag werden sollte, wollte auch niemand Führungsarbeit leisten. So kam es dann auch, dass zwischenzeitlich eine Frau mit ca. 300 Metern Abstand zum Pack als Erste rumschwamm. Nach 5 Stunden wurde mir dann doch etwas zu langweilig und ich habe das erste Mal das Tempo etwas verschärft. Danach waren wir noch 6 Schwimmer. Nach der 6. Stunde kam es zu einem kleinen Durcheinander, was zu einer 50 Meter Führung eines Mazedoniers führte. Leider haben sich alle restlichen Schwimmer quasi geweigert diese Lücke zuzuschwimmen. So musste ich die Arbeit leisten. Das Ganze hat dann zum Glück nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch genommen, aber dennoch war ich etwas platt danach.

Als die Gruppe dann wieder zusammen war, geschah nichts bis ca. 1 Kilometer vor dem Ziel. Ich wusste, dass mein Endspurt nicht zu gebrauchen war, also habe ich schon früher das Tempo angezogen. Leider konnte ich keine Distanz zwischen mich und den Rest der Gruppe bringen.500 Meter vor dem Ziel flog der spätere Gewinner förmlich an mir vorbei. Ich konnte dann nur noch die Füße des Drittplatzierten bekommen. Ich habe alles versucht auf den letzten Metern, aber es wurde nur eine Holzmedaille und ein 4. Platz. Ich hatte mir das Rennen leider anders vorgestellt. 4. ist immer etwas enttäuschend.

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2 Wochen später stand dann die Europameisterschaft an. Doch davon schreibe ich dann in meinem 3. Teil.

Euch allen viel Spass in der Sommerpause.

Euer

Studzi

 

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