Und es geht wieder los

Hallo liebe Leser,

erst einmal von mir noch ein frohes neues Jahr. Mein Jahresabschluss bzw. der Anfang des neuen Jahres ist geprägt von reichlich Training, denn bald geht es mal wieder nach Argentinien zu den langen Grand-Prix-Wettkämpfen.
Das Training läuft momentan ganz gut. Nachdem ich 2 Wochen lang einen Durchhänger hatte, läuft es seit Ende vorletzter Woche doch erstaunlich gut. Letzte Woche bin ich dann auch auf 90 Kilometer gekommen. Ich bin gespannt wie diese Woche verläuft, aber ich glaube ich bin auf einem soliden Weg. Es sind ca. 75 Kilometer geplant, was auch locker drin sein sollte. Das sind ja unter dem Strich auch nur knapp 7 Kilometer pro Trainingseinheit und somit auch für den Kopf wieder etwas Entspannung.
In der nächsten Woche geht es dann nach Argentinien, genauer gesagt erst einmal nach Rosario. Der Trip dahin gleicht in diesem Jahr einer kleinen Weltreise, da ich eine ziemlich bescheidene Flugverbindung habe. Leider konnte ich dieses Mal keinen Direktflug buchen, da dieser sehr teuer war und somit fliege ich von Frankfurt nach London, dann nach New York und letztendlich nach Buenos Aires. Danach kommt auch noch eine schöne Stunde Busfahrt durch die Stadt zum Busbahnhof „Retiro“ und von da aus noch einmal knapp 5 Stunden mit dem Bus nach Rosario. Und danach falle ich bestimmt halbtot ins Bett.
Zum Glück ist der Wettkampf erst am Sonntag, den 22.01.2012. Und bis dahin sollte ich mich auch akklimatisiert haben.

Der FINA Grand-Prix besteht in diesem Jahr aus 8 Stationen:

Rosario (ARG)            22.01.2012    15 km
Santa Fe – Coronda (ARG)        29.01.2012    57 km
Hernandarias – Parana (ARG)    05.02.2012    88 km
Capri – Napoli (ITA)            17.06.2012    36 km
Lac St-Jean (CAN)            28.07.2012    32 km
Lac Memphrémagog (CAN)        04.08.2012    34 km
Sabac (SRB)                05.08.2012    19 km
Ohrid (MKD)                11.08.2012    30 km

Ich werde versuchen bei allen teilnehmen zu können, wobei ich maximal an 7 Stationen mitmachen kann, da sich am ersten Augustwochenende 2 Wettkämpfe quasi überschneiden und es unmöglich ist von Samstag Abend rechtzeitig von Kanada aus nach Serbien zum Start zu kommen. Das wäre auch eine Qual.
Man kann bei jedem Rennen Punkte sammeln, um sich für die Gesamtwertung zu qualifizieren. Die Punkteverteilung ist, anders als bei dem FINA 10 km Weltcup, etwas komplizierter und richtet sich nach dem Preisgeld, was bei jeder einzelnen Station gewonnen werden kann. Getreu dem Motto: „Mehr Geld, mehr Punkte.“
Jedoch gibt es einen großen Kritikpunkt meinerseits gegenüber der FINA. Nach dem tragischen Unfall im Oktober 2010 in Dubai, bei dem ein amerikanischer Schwimmer zu Tode kam, wurden die Regeln im FINA 10 km Weltcup u.a. derart geändert, dass man beim letzten Saisonrennen nur noch starten muss, um in die Gesamtwertung (und damit auch an das Geld) zu kommen. Früher musste man das letzte Rennen innerhalb des Zeitlimits beenden. Nur leider gibt diese Regelung nicht für den FINA Grand-Prix. Daraus sieht man, dass ich am Ende der Saison quasi gezwungen werde einen 30 Kilometer Wettkampf zu beenden, egal wie es mir geht. Klar bleibt es letztendlich meine Entscheidung, ob ich ins Ziel komme oder nicht, aber Geld kann ein ziemlicher (Über-) Motivator sein. Der Wettkampf in Mazedonien ist zum Glück nicht einer der Schlimmsten und mit ca. 5:30 Stunden auch nicht der längste, jedoch finde ich es ungerecht und nicht zu verantworten, dass wir sowas ankommen MÜSSEN! Aber nun ja, es muss halt immer erst etwas passieren, damit Regeln geändert werden und dazu kommt noch, dass der Grand-Prix einen geringeren Stellenwert hat als die olympischen 10 Kilometer. Das entbindet die Verbände nicht von ihrer Fürsorgepflicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass von dieser Regelung im DSV oder FINA nicht Viele wissen, und da die Teilnehmerfelder auch meistens auf 25-30 Schwimmer begrenzt sind (auf Grund der Tatsache, dass es verpflichtend für jeden Schwimmer ein Begleitboot geben muss), auch nicht interessieren. Zum Glück sind die Begleitboote verpflichtend und so kann eigentlich nicht viel passieren, dennoch ist diese Regelung unsinnig!!!
Nichtsdestotrotz freue ich mich riesig mal wieder längere Wettkämpfe schwimmen zu dürfen und bin gespannt wie alles so läuft.
Drückt mir die Daumen, dass ich nicht wieder nach dem ersten Wettkampf da unten krank werde.

Euer

Studzi

 

 

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